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Premiere „Einfach
Elli“
Notfallsanitäterin Elli Kempfer arbeitet für eine Unfallklinik in den
Bergen. Elli kehrt in ihren Heimatort Steinau im Karwendelgebirge zurück, um
dort Patienten das Leben zu retten. Sie wohnt auf dem Hof ihrer Mutter
Luise, die ihre Tochter allein großgezogen hat. Leo, der beste Freund ihrer
Mutter, ist ein Ersatzvater für sie. Elli lebt mit ADHS und hat eine
besondere Art, die Welt wahrzunehmen und zu erleben. Mit Mut, Empathie und
fachlicher Kompetenz begegnet sie Menschen in Ausnahmesituationen und sorgt
dabei mit ihren unkonventionellen Methoden nicht selten für heitere Momente.
Wir waren bei der Premiere
der neuen ZDF-Serie "Einfach Elli" in München dabei und haben die
Hauptdarsteller Klara Deutschmann und Sebastian Griegel befragt...
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Am 12. und 19. März sind die zwei
Pilotfilme zur Primetime um 20.5 Uhr im ZDF zu sehen - in der
Hauptrolle Klara Deutschmann, in weiteren zentralen Rollen Clelia Sarto,
Sebastian Griegel, Lucas Reiber, Marcus Mittermeier, Rainer Bock, Sophie
von Kessel u.a.
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„Einfach Elli“ nimmt den Sendeplatz des „Bergdoktors“ ein, Große
Fußstapfen!
Gedreht wurde die neue ZDF-Serie in
Garmisch-Partenkirchen. In der Serie verkörpert Klara Deutschmann eine
Notfallsanitäterin, die mit ADHS lebt.
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Klara Deutschmann, Rainer Bock und Marcus Mittermeier
stellen sich allen Fragen
Bayerische
Kultserien:
Ich
habe gelesen, dass Sie eigentlich sehr schlecht Blut sehen können.
Klara Deutschmann:
(lacht)
Ja, das stimmt.
B
K:
Bei Filmblut geht es
dann wohl in Ordnung.
K D:
Ich
bin ja Schauspielerin, da krieg ich das schon hin. Aber es ist nicht
meine liebste Tätigkeit. (lacht)
B
K:
Mit "Hubert und Staller"
waren Sie schon bei einem großen ARD-Format. Wie ist die Aufregung jetzt
auch bei einer großen ZDF-Serie die Hauptrolle zu haben?
K D:
Es ist
auf jeden Fall spannend und ich freue mich sehr darüber.
B
K:
Man hat Sie schon als
Polizistin, Pferdeflüsterin und Krankenschwester gesehen. Wie haben Sie
sich auf die Rolle einer Rettungssanitäterin mit ADHS vorbereitet?
K D:
Ich
habe ziemlich intensiv recherchiert. Sowohl in Bezug auf die Tätigkeit
als Notfallsanitäterin, als auch über das Thema ADHS. Da habe ich mich
viel mit Menschen unterhalten und darüber gelesen. Vor allem als wir das
drehen der Einsätze geübt haben, wurden wir ganz engmaschig von echten
Notfallsanitäterinnen betreut.
B
K:
Ihre Figur Elli Kempfer
hat ADHS. Bewusst sage ich hier nicht "leidet darunter". Hatten Sie
davor schon mal mit dem Thema zu tun?
K D:
In
meinem Freundeskreis gibt es mehrere Personen, die ADHS haben und
dadurch war ich schon vertraut damit.
B
K:
Glauben Sie die Serie
kann in dieser Hinsicht auch einiges transportieren und den Zuschauern
dazu etwas vermitteln?
K D:
Ja,
das hoffe ich. Ich glaube schon, dass es sicherlich Menschen gibt, die
auch darunter leiden, aber ich wünsche mir, dass die Serie vermitteln
kann, dass es gute und viele Möglichkeiten gibt, mit ADHS umzugehen und
Wege zu finden, so eine Diagnose positiv für sich zu nutzen.
B
K:
Sie hatten sich ja auch
mal für ein Psychologie-Studium beworben. War das auch deshalb
vielleicht für Sie interessant?
K D:
Absolut!
B
K:
Es ist dann aber doch
der Beruf für Sie geworden, für den sich fast Ihre ganze Familie
entschieden hat. Ist es ein Vor- oder Nachteil, wenn dann immer
geschrieben steht: "Sie kommt aus einer Schauspielfamilie..."?
K D:
Ich
freue mich, weil ich dann immer auch an meine Familie denke. Das ist für
mich etwas Schönes. Meine Familie weiß wovon ich rede und andersherum,
weil wir den Beruf teilen. Ich durfte ja selber wählen, ob ich ihn
machen möchte. (lacht)
B
K:
Wenn man sieht was für
ein Klassiker "Hubert und/ohne Staller" geworden ist, glauben Sie
"Einfach Elli" könnte auch so ein Dauerbrenner werden?
K D:
Das
hoff ich doch! (lacht)
B
K:
Warum sind Sie damals
bei "Hubert und Staller" ausgestiegen?
K D:
Ich
war von Beginn an nur ein Jahr als Schwangerschaftsvertretung angefragt.
B
K:
Auch wenn Sie nicht aus
Bayern sind: Was ist Ihre persönliche bayerische Lieblingsserie?
K D:
Ich
liebe "Hubert ohne Staller". Die habe
ich geliebt, bevor ich dabei war und mag sie auch jetzt immer noch sehr
gerne.
B
K:
Vielen Dank!
K D:
Dankeschön!
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Natürlich geht es auch auf dem roten Teppich nicht ohne
Selfies
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Einer der fleißigsten in der "Selfie-Runde": Marcus
Mittermeier

Bayerische Kultserien:
Sebastian, meine erste Frage liegt
ja eigentlich auf der Hand, da Du ja in Garmisch geboren bist. Wie ist es
für "Einfach Elli" wieder fast an den Geburtstort zurückzukehren?
Sebastian Griegel:
Total schön, weil ich ja 18 Jahre nicht da war. Ich bin dort geboren und
dann an der Nordsee aufgewachsen. Für mich war es total irre, weil ich mich
erst wieder an die Berge gewöhnen musste. Die haben mich erstmal erschlagen.
Ich musste sie mir erst zurückerobern. Das habe ich geschafft, indem ich
raufgelaufen bin. Am Anfang haben sie mich erdrückt, dann bin ich
raufgewandert und konnte bis nach München schauen. Seitdem haben sie ihre
Macht verloren. Jetzt habe ich die bezwungen und jetzt liebe ich sie.
(lacht)
B
K:
Man kennt Dich aus vielen verschiedenen
Episoden und Fernsehformaten. Ob es der "Tatort", "Polizeiruf" oder "Die
Rosenheim Cops" waren. Bist Du noch aufgeregt, wenn es um eine ZDF
Primetime Serie geht?
S G:
Ja
schon. Es ist schon ein nächster Schritt, wenn man eine der Hauptrollen
hat. Vor allem wenn es weitergehen sollte, ist das schon ein großes
Ding. Deshalb bin ich schon aufgeregt, aber im besten Sinne. Es kann
nichts mehr schiefgehen. Es ist einfach total schön geworden und ich
freue mich drauf.
B K:
Beschreibe mal kurz die Figur, die Du
spielst, Felix.
S G:
Felix ist Sanitäter und ich beschreibe ihn gerne mit einem Satz: Er hat
alles im Griff. Auch wenn er genau weiß, dass er das nicht hat. Ich habe ihn
auch immer gerne als Fels in der Brandung beschrieben. Eigentlich fast schon
zu cool. Ich finde Elli und Felix tun sich wahnsinnig gut. Er gibt ihr Ruhe
und sie bewegt ihn ein bisschen da wo es notwendig ist.
B K:
Stimmt es, dass Du tatsächlich mal
Arzt werden wolltest?
S G:
Ja! (lacht) Es ist wirklich wahr. Ich habe mich deshalb so gefreut
diese Rolle zu bekommen. Wenn mein Abitur besser gewesen wäre, wäre ich ganz
sicher nicht Schauspieler, sondern Mediziner geworden. Meine Mutter ist
Krankenschwester, daher kam der Wunsch ursprünglich mal. Einen Mediziner
spielen zu können hat mich wirklich sehr gefreut. Es steckt mehr in dieser
Rolle als ich eigentlich zugeben möchte. (lacht)
B K:
Auch als Rettungssanitäter?
SG:
Damit hatte ich tatsächlich nicht so viele Überschneidungspunkte. Aber jedes
Mal, wenn ich Rettungssanitäter kennen gelernt habe, waren die unfassbar
cool. Die haben eine unglaubliche innere Aufgeräumtheit und Stärke und das
fand ich immer sehr beeindruckend. Daran habe ich versucht mich zu
orientieren. Da tut mir diese Rolle wahnsinnig gut, denn das ist etwas, dass
ich nicht immer habe.
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B
K:
Wenn man im Netzt
schaut, dann findet man von Dir auch einige musikalische Beiträge. Wäre
aus Dir auch ein guter Musiker geworden?
S G:
Ich glaube nicht. Ich mache gerne ein bisschen Musik, das stimmt. Aber
das ist alles selbst beigebracht. Wenn ich jetzt noch hätte Musiker
werden sollen, dann müsste ich richtig viel Theorie pauken und der Zug
ist abgefahren. (lacht) Ich mache es als Hobby.
B
K:
Neben Musik hast Du
außerdem Kampfsport und Tanz in Deiner Vita stehen. Gibt es irgendwas im
künstlerischen Bereich, was Du nicht kannst?
S G:
(lacht) Ich habe lange gesagt ich kann nicht zeichnen, bis ich
jetzt für mich damit angefangen habe. Aber da bin ich nun wirklich noch
Anfänger. Ich habe eigentlich nie irgendwas mit bildender Kunst gemacht.
Da bin ich schon Novize würde ich sagen. Aber ich probiere wirklich viel
rum, das stimmt.
B K:
Bei Deinen anderen
Fernsehrollen oder jetzt auch bei "Einfach Elli", spielst Du mit Leuten wie
Rainer Bock oder Marcus Mittermeier zusammen, die schon lange im TV-Business
sind. Kann man sich als junger Schauspieler dort viel abschauen?
S G:
Ja, total. Ich merke das immer wieder. Ich finde aber das hat
auch nicht unbedingt etwas mit dem Alter zu tun. Eher was mit
Selbstbewusstsein im besten Sinne. Die wissen was sie können und haben
dadurch die Möglichkeit frei zu spielen und agieren. Damit wird eine Dynamik
erzeugt, in der man richtig gut und kreativ arbeiten kann. Wenn das
verkrampfte der Unerfahrenheit mal weg ist, dann kommt man schön ins
miteinander spielen. Und da kann ich mir natürlich noch ganz viel abgucken.
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Sebastian Griegel |
B K:
Spielst Du jetzt lieber den Schurken
oder den Sympathiträger?
S G:
(lacht) Es ist lustig, weil ich mich ja eigentlich für einen total
netten Kerl halte, aber ich werde gerne mal für die Schurken besetzt. Ich
glaube es liegt daran, dass es sich vielleicht ein bisschen beißt. Das nette
Äußere komm dann mit etwas zusammen, dass eine Spannung erzeugt. Deswegen
muss ich schon sagen, dass ich auch gerne Arschlöcher spiele. (lacht)
B K:
Man kenn Dich auch mit noch mehr
Bart im Gesicht. Musste der jetzt für diese Rolle ab?
S G:
Nein. Ich habe in Australien gedreht, wo ich einen SS-Offizier gespielt
habe, der diesen Schnurrbart hatte. Beim Drehstart von "Einfach Elli" dachte
ich mir, dass der auch zur Rolle von Felix passen könnte, weil er auch
irgendwo etwas cooles und lässiges hat. Das ist sein kleines Statement, wenn
er im Rettungswagen sitzt. Sein Cappy und sein Schnurrbart. Damit ist er ein
kleiner Fancy-Boy und das finde ich witzig. (lacht)
B K:
Da Du ja auch in Bayern geboren
bist, habe ich auch an Dich die Frage: Gibt es für Dich eine bayerische
Lieblingsserie?
S G:
(überlegt) Eine bayerische Kultserie? Da muss ich einfach sagen, dass
es "Monaco Franze" ist. Das ist für mich DIE bayerische Kultserie
schlechthin.
B K:
Ich danke Dir Sebastian!
S G:
Ich danke Dir!

Die ersten Episoden sind bereits in der ZDF Mediathek
verfügbar.
Im linearen TV laufen die beiden Pilotfilme am 12. und 19.
März jeweils um 20.15 Uhr im ZDF.
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